Feiern und flexibel bleiben, News Juni 2026

Manchmal zeigt ein Hof im richtigen Moment, was in ihm steckt: Wenn fast 100 Menschen zusammenkommen, der Himmel seine eigenen Pläne macht – und trotzdem eine stimmungsvolle Feier entsteht.

Feiern und flexibel bleiben ist ein Gebot von Draußenveranstaltungen.

Der Juni war wettertechnisch gesehen ein Possenspiel. Genau das macht das Vorhaben feiern und flexibel bleiben nicht immer einfach.

Am ersten Wochenende hatten wir Sonne, Wolken und angenehme Temperaturen. Das war genau passend für einen Reitkurs, den Corinna im Norden von Berlin gab.

Am zweiten Wochenende waren es 15 Grad, Regen und eher das Gefühl: „Ich wollte doch nur kurz zu den Pferden und komme nass und durchgefroren zurück.“

Am dritten Wochenende: 34 Grad, drückend warm – und mittags plötzlich feiner Landregen. Genau in dem Moment, als bei uns die Trauungszeremonie einer Hochzeit anstand.

Man kann sagen: Der Juni hatte Timing.

Und jetzt? 39 Grad Tageshöchsttemperatur, gestern kratzten wir sogar an der 40-Grad-Marke. Das ist die Temperatur, bei der selbst ein Wasserschlauch aussieht, als würde er seine Lebensentscheidungen hinterfragen.

Für Menschen, die bei uns lebenden Tiere, den Kreislauf, Vorbereitung und Veranstaltungsplanung ist dieses Hin und Her eine echte Herausforderung. Besonders für den Anspruch feiern und flexibel bleiben zu wollen.

Hochzeit auf dem Hof

Am 20.06.2026 hatten wir eine wunderbare Hochzeit mit knapp 100 Personen, von der über den ganzen Tag eine wunderbare Leichtigkeit ausging. Es war einer dieser Momente, an denen wir merken, warum der Zossenhof etwas Besonderes ist. Nicht glattgebügelt. Nicht austauschbar. Sondern lebendig, atmosphärisch und mit vielen kleinen Momenten, die man nicht künstlich herstellen kann.

Die Gäste kamen zusammen, der Hof wollte sich füllen, es wurde gelacht, begrüßt und vorbereitet. Und genau in diesem Moment kam ein feiner, aber doch deutlicher Landregen.

Nicht dramatisch. Aber eben nass genug, um aus einer schönen Draußenplanung eine echte Organisationsaufgabe zu machen. Knapp 100 Menschen wollten während der Trauung trocken sitzen und auch trocken auf das Brautpaar warten. Deshalb mussten wir das Buffet und 100 Stühle gemeinsam unter unserer Remise unterbringen. Der Rest stand trocken und eingedeckt im Bullenstall und im Pferdestall. Jens hat dafür ganz schön gezirkelt, Anton beim Aufbau in letzter Minute geholfen und der DJ arrangierte seine beeindruckende Technik um uns herum draußen und drinnen im Partystall.

Das war eng, aber auch schön. Denn manchmal entsteht gerade dann eine besondere Stimmung, wenn alle ein bisschen zusammenrücken. Die Remise wurde für die Zeremonie zu einem geschützten Raum. Draußen der Regen, drinnen die Trauung, die Gäste dicht beieinander, und trotzdem diese warme, ausgelassene Atmosphäre (Für einen Einblick schau´ dir das Video an, indem du auf den Link klickst.).

Mehr Raum nach der Trauung

Nach der Zeremonie entspannte sich die Situation deutlich.

Für das Kaffeetrinken und später auch für das Abendessen hatten wir wieder Platz auf dem Hof. Die Gäste konnten sich verteilen, sitzen, essen, reden, schauen und die Party genießen. Die Kinder hatten genug Platz, um zu spielen und kleine Eroberungstouren zu unternehmen.

Das ist eine große Stärke unseres Hofs: Wir haben verschiedene Bereiche, die je nach Wetter, Tageszeit und Veranstaltung anders genutzt werden können. Die Remise oder auch der Bullenstall als geschützter Ort. Später dann als Partyzone und Treffpunkt für das WM Spiel Deutschland : Elfenbeinküste, was via Beamer auf einer Leinwand lief.

Gerade für Hochzeiten ist das viel wert.

Denn eine Feier lebt nicht nur vom Ablaufplan. Sie lebt davon, dass Menschen sich wohlfühlen. Dass sie einen Ort haben, an dem sie ankommen können. Dass es Möglichkeiten gibt, sich zu sammeln, aber auch auseinanderzugehen. Dass Kinder laufen können, ältere Gäste einen Platz finden und Gespräche nicht nur zwischen Stuhlreihe und Buffetkante stattfinden.

Den Platz unter der Remise brauchten wir auch für Antons Konfirmation

Der 24.05.2026 war einer der wärmeren Tage. Was dazu führte, dass wir auch in der Kirche ohne Jacke sitzen konnten. Aber für das anschließende Kaffeetrinken und Grillen war der Platz unter der luftigen Remise Gold wert.

Familie und Freunde konnten sich verteilen, sitzen, essen, plaudern und das Zusammensein genießen. Anton fand den Tag entgegen seiner Erwartungen doch sehr gut und hat nun den ersten Schritt in Richtung Erwachsenwerden gemeistert.

Was das Wetter uns für kommende Veranstaltungen zeigt

Der launische Juni zeigt uns: Wetterplanung ist kein Nebenthema mehr.

Bei 15 Grad und Regen muss eine Veranstaltung anders vorbereitet werden als bei 34 Grad. Bei 39 oder 40 Grad geht es nicht mehr um Tapferkeit, sondern um Verantwortung.

Schatten, Wasser, Wege, Sitzplätze, Unterstellmöglichkeiten, Kreislauf, Technik, Zeitplanung – all das wird ein immer größeres Thema. Denn entscheidend ist: Wie viele Menschen bekommen wir bei Regen wirklich trocken unter?

Wir müssen uns bewusst mit den Alternativen auseinander setzen. Was passiert bei Regen? Was passiert bei großer Hitze? Welche Programmpunkte brauchen einen festen Ort – und welche können flexibel bleiben?

Das klingt vielleicht erstmal nüchtern. Aber genau diese Überlegungen sorgen am Ende des Tages dafür, dass eine Veranstaltung leicht wirkt und irgendwann wie von selbst läuft. Dafür brauchen wir auch zuverlässig helfenden Hände, auf die wir uns immer verlassen können. Vielen lieben Dank dafür!

Blick nach vorn: 17. Kunstgewerbemarkt am 15.08.2026

Wir können es kaum fassen: Am 15.08.2026 findet unser 17. Zossenhofer Kunstgewerbemarkt statt.

Viel ist seit dem 1. Umlauf im August 2010 passiert. Irgendwie können wir uns an jeden einzelnen Markt und an fast alle Aussteller erinnern . Wir haben das große Glück, dass uns unser bewährtes Helferteam schon seit vielen Jahren unterstützt. Ohne diese freiwilligen Goldstücke würde es in dieser Größenordnung gar nicht gehen.

Der Kunstgewerbemarkt gehört für uns zu den Momenten, bei denen der Hof besonders schön zeigt, was ihn ausmacht: handwerkliche Arbeiten, kreative Stände, Begegnungen, Gespräche, Atmosphäre und ein Tag, an dem Menschen nicht nur einkaufen und Kuchen essen, sondern gern verweilen.

Er ist bei der Stadt Zossen genehmigt, die Aussteller sind eingeladen und unser bewährtes Helferteam ist am Start. So freuen  wir uns sehr darauf. Wer alles zugesagt hat, kannst du auf der Seite Veranstaltungen nachschauen (Klick auf den Link).

Mitte August kann wettertechnisch vieles passieren. Vielleicht wird es ein wunderbar milder Sommertag. Vielleicht wird es heiß. Vielleicht gibt es Wind, Wolken oder einen dieser überraschenden Regenschauer, die offenbar gern genau dann kommen, wenn man gerade denkt: „Ach, das zieht vorbei.“

Wir wissen es nicht, sondern müssen uns überraschen lassen. Alles werden wir im Fall der Fälle nicht trocken unterbringen können. Aber wir werden auch diesen Tag als besonderes Event über die Bühne gehen lassen.

Vielleicht ist genau das die Botschaft dieses Monats

Der Juni hat uns gezeigt: Veranstaltungen auf dem Hof brauchen beides. Stimmung und Struktur.

Offenheit und Vorbereitung. Schönwetterfreude und Regenplan. Leichtigkeit und Verantwortung. Feiern und flexibel bleiben.

Die Hochzeit am dritten Junisamstag war dafür ein wunderbares Beispiel. Knapp 100 Menschen, eine Trauung unter der Remise, feiner Landregen, später mehr Raum für Kaffee und Abendbrot auf dem Hof – und am Ende ein Tag, der trotz Wetterkapriole seine ganz eigene Stimmung hatte.

Oder vielleicht gerade deswegen.

Wir freuen uns auf alles, was in diesem Sommer noch kommt. Und besonders auf euch, wenn Ihr uns an unserem 17. Kunstgewerbemarkt am 15.08.2026 besuchen kommt. Selbstverständlich gibt es wieder unser frisches Steinofenbrot und von den Ausstellern gebackenen Kuchen, kalte und warme Getränke und Grillwürste.

Bis dahin, genießt den Sommer!

Corinna Jens und Anton


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